Weil sie ihren Bekannten in einer Wohnung brutal getötet und ihm dabei die Augen ausgestochen haben soll, ist eine 38-Jährige vom Landgericht Bielefeld zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Die Angeklagte wurde des Totschlags schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte. Die Hintergründe der Gewalttat blieben in dem Prozess letztlich unklar. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Laut Anklage ereignete sich die Tat Ende Dezember 2025 in der Wohnung des späteren Opfers in Minden. Die Angeklagte soll dort ihren Bekannten zunächst gewürgt haben, bis er das Bewusstsein verlor. Anschließend soll sie ihm gegen den Kehlkopf getreten und ihm mit einem Messer oder einem anderen spitzen Gegenstand mehrmals in die Augen gestochen haben. Das Opfer starb noch in der Wohnung.
Das Gericht ging von einer vollen Schuldfähigkeit der Angeklagten aus. Zwar habe eine schizotype Störung vorgelegen, diese habe die Schuldfähigkeit jedoch nicht aufgehoben, hieß es.Â
Mit dem Urteil entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Nebenklage hatte eine Verurteilung wegen Mordes beantragt, die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Die Angeklagte selbst bestritt die Vorwürfe. Sie kündigte bereits an, in Revision zu gehen.
Brennpunkte
Bekannten brutal getötet: 13 Jahre Haft wegen Totschlags für Frau in Bielefeld
- AFP - 23. Juni 2026, 13:08 Uhr
Weil sie ihren Bekannten in einer Wohnung brutal getötet haben soll, ist eine 38-Jährige vom Landgericht Bielefeld zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Die Angeklagte wurde des Totschlags schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher sagte.
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