Wirtschaft

Wohnkosten belasten Studierende deutlich stärker als die Gesamtbevölkerung

  • AFP - 15. Juli 2026, 13:15 Uhr
Bild vergrößern: Wohnkosten belasten Studierende deutlich stärker als die Gesamtbevölkerung
Studierende an der Technischen Uni Dortmund
Bild: AFP

Für Studierende sind die Wohnkosten eine große Belastung: Gemessen am Haushaltseinkommen seien die Wohnkosten für Studierende mit eigener Haushaltsführung 'mehr als doppelt so hoch wie für die Gesamtbevölkerung', teilte das Statistische Bundesamt mit.

Für Studierende stellen die Wohnkosten eine deutlich größere Belastung als für die Gesamtbevölkerung dar. Gemessen am verfügbaren Haushaltseinkommen seien die Wohnkosten für Studierende mit eigener Haushaltsführung "mehr als doppelt so hoch wie für die Gesamtbevölkerung", teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Während der Anteil der Wohnkosten am Einkommen für die Gesamtbevölkerung demnach im Schnitt bei 24 Prozent liegt, sind es bei Studierenden 54 Prozent.

Damit gelten auch deutlich mehr Studentinnen und Studenten als "durch Wohnkosten überlastet", wie das Bundesamt ausführte. Dies trifft demnach zu, wenn die Wohnkosten selbst nach Abzug von wohnungsbezogenen Transferleistungen noch bei mehr als 40 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens liegen. Im vergangenen Jahr traf dies in Deutschland laut Statistik auf 65 Prozent der Studierenden mit eigener Haushaltsführung zu - in der Gesamtbevölkerung waren es elf Prozent der Haushalte.

Grundsätzlich verfügen dem Bundesamt zufolge viele Studierende über ein nur geringes Einkommen: "Die Hälfte der Studierenden mit eigener Haushaltsführung verfügte zuletzt über ein Nettoäquivalenzeinkommen von weniger als 963 Euro pro Monat", erklärten die Statistiker. Dies liege auch daran, "dass sie sich in einer Lebensphase befinden, in der sie in ihre Ausbildung und somit in ihr späteres Berufsleben investieren".

Große Teile ihrer Einkünfte haben Studierende demnach aus eigener Erwerbstätigkeit. Laut Statistik bezogen Studierende mit eigener Haushaltsführung im Schnitt 45 Prozent ihrer Einkünfte aus Erwerbseinkommen. 29 Prozent machte private Unterstützung aus, wozu etwa Unterhaltszahlungen von Angehörigen zählen. 14 Prozent der Einkünfte waren Bafög-Leistungen oder Stipendien und 12 Prozent sonstige Einkünfte wie etwa Kindergeld oder Hinterbliebenenrente.

Weitere Meldungen

Landgericht Bonn verhängt Bewährungsstrafe für Hilfe bei versuchten Cum-Ex-Geschäften

Wegen Hilfe beim Versuch von sogenannten Cum-Ex-Geschäften ist ein früherer Bankmitarbeiter in Bonn zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht in der

Mehr
Deutsche Chemieindustrie steckt weiter in der Krise - hofft aber auf Reformkurs

Rückgänge bei Umsatz, Produktion und Investitionen: Die kriselnde chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland kämpft auch 2026 mit sinkenden Zahlen. Das erste Halbjahr

Mehr
Klingbeil und Hubig wollen härter gegen Steuerhinterzieher vorgehen

Wer Steuern hinterzieht, soll nach Willen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig künftig schärfer bestraft werden. Die beiden

Mehr

Top Meldungen

Bericht: Hitzewelle kostet deutsche Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro

Die Hitzewelle im Juni ist der deutschen Wirtschaft einem Medienbericht zufolge teuer zu stehen gekommen. Die zweiwöchige Hitzeperiode habe die Wirtschaft mindestens 6,3

Mehr
Hitzewelle kostet deutsche Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Die zweiwöchige Hitzeperiode Ende Juni kostete die deutsche Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro. Das berichtet das "Handelsblatt"

Mehr
Hausärzteverband kritisiert Gesundheitsministerin scharf

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Vorsitzende des Hausärzteverbands, Nicola Buhlinger-Göpfarth, hat Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) scharf kritisiert. Die Ministerin

Mehr