Lifestyle

TK-Umfrage: Fast die Hälfte der Jugendlichen für Altersgrenze in sozialen Medien

  • AFP - 27. August 2026, 05:15 Uhr
Bild vergrößern: TK-Umfrage: Fast die Hälfte der Jugendlichen für Altersgrenze in sozialen Medien
Handybildschirm mit Apps von Onlinenetzwerken
Bild: AFP

Fast die Hälfte der Jugendlichen befürwortet ein Social-Media-Verbot bis zu einer gewissen Altersgrenze. In einer TK-Umfrage unter Zwölf- bis 17-Jährigen sprachen sich 47 Prozent dafür aus und nannten im Schnitt eine Altersgrenze von 14 Jahren.

Fast die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland befürwortet ein Social-Media-Verbot bis zu einer gewissen Altersgrenze. In einer Umfrage unter Zwölf- bis 17-Jährigen, welche die Techniker Krankenkasse (TK) am Donnerstag veröffentlichte, sprachen sich 47 Prozent dafür aus und nannten im Schnitt eine Altersgrenze von 14 Jahren. Acht Prozent der Befragten unterstützen demnach ein grundsätzliches Verbot für Kinder und Jugendliche.

Damit sind insgesamt 55 Prozent zumindest in Teilen für ein solches Verbot. 39 Prozent lehnen dies allerdings ab. Die überwiegende Mehrheit, 80 Prozent der Jugendlichen, ist zudem der Meinung, dass soziale Medien ihnen insgesamt eher gut oder sehr gut tun.

Der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas plädierte für eine Lösung, die sowohl positive als auch negative Aspekte sozialer Medien nicht außen vor lasse. Soziale Netzwerke seien Orte des Austauschs mit Freunden und Informationsquelle. Gleichzeitig existierten dort Fakenews, Cybermobbing und mental belastende Inhalte.

Am meisten genervt und gestresst fühlen sich die Jugendlichen in sozialen Medien von Werbung (57 Prozent) und Fakenews (52 Prozent). Weitere 36 Prozent gaben an, zu viel Zeit online zu verbringen. 35 Prozent klagten über Mobbing und Beleidigungen, 31 Prozent über unangemessene Bilder, etwa von Gewalt.

Besonders bei einer hohen Nutzungsdauer zeigte sich in den Umfrageergebnissen ein möglicher Zusammenhang mit dem Wohlbefinden. 49 Prozent derer, die täglich mindestens vier Stunden soziale Medien konsumierten, berichteten oft oder ständig von schlechter Laune. Jugendliche mit nur ein bis zwei Stunden Nutzungszeit wiesen entsprechende Verstimmungen nur zu 20 Prozent auf.

Auch Unsicherheiten, Probleme mit dem Selbstbild, Gereiztheit, Unruhe und Erschöpfung tauchten bei Jugendlichen mit höherer Nutzungsdauer häufiger auf. Ebenso fiel der Anteil an Jugendlichen mit Schlafproblemen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verspannungen oder gereizten Augen unter den Befragten mit einer Nutzungsdauer von mindestens vier Stunden höher aus.

Um eine sichere Mediennutzung zu gewährleisten, fänden 48 Prozent der Jugendlichen Lernvideos zu den Gefahren sozialer Medien hilfreich. 46 Prozent würden Ansprechpartner oder Medienscouts an Schulen begrüßen. Mehr Elterngespräche wünschten sich 43 Prozent der Befragten, 42 Prozent sahen Social-Media-Workshops als mögliches Hilfsangebot. Nur zwölf Prozent der befragten Jugendlichen waren der Meinung, dass keine Unterstützung nötig ist.

Weitere Meldungen

Landeswahlleiter tritt AfD-Zweifeln an Briefwahl entgegen

Schwerin (dts Nachrichtenagentur) - Der Landeswahlleiter von Mecklenburg-Vorpommern, Christian Boden, tritt Manipulationstheorien zur Briefwahl aus der AfD entgegen. "Ich halte

Mehr
Jugendschutz-Klage: Brasilien fordert Millionen-Entschädigung von Discord

Brasiliens Datenschutzbehörde will den Onlinedienst Discord mit einer Klage zu wirksameren Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen und zur Zahlung einer Entschädigung

Mehr
Junge Union in Sachsen-Anhalt will mit AfD zusammenarbeiten

Magdeburg (dts Nachrichtenagentur) - Nico Elsner, Chef der Jungen Union Sachsen-Anhalt, spricht sich gegen eine Koalition mit der AfD aus, will aber im Parlament mit ihr

Mehr

Top Meldungen

Bund erhöht Mittel für Wasserstraßen auf 1,2 Milliarden Euro

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem Niedrigwasser will die Bundesregierung den Ausbau der Wasserstraßen verstärken. "Die Bundesregierung wird noch mehr Gelder als geplant

Mehr
Länder klagen wegen hoher Trassenpreise

Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) - Die Länder wollen wegen der gestiegenen Trassenpreise vor Gericht ziehen. Die Klage sei vorbereitet und werde in den nächsten Tagen beim

Mehr
Verdi und Klima-Allianz drängen auf Investitionen in Wärmewende

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Klima-Allianz Deutschland haben anlässlich des Kabinettsbeschlusses am Mittwoch zum

Mehr