Nach Kritik von Menschenrechtsgruppen hat die Taliban-Regierung in Afghanistan das Demonstrationsverbot in dem Land verteidigt und sich dabei auf islamisches Recht berufen. Die neue Regelung stehe "vollkommen im Einklang mit dem islamischen Recht", sagte Talibansprecher Sabihullah Mudschahid am Mittwoch: "Proteste gibt es im islamischen Recht nicht."
Proteste gehörten zu Gesellschaften, "in denen unterschiedliche Gesetze gelten, zum Beispiel eine Demokratie oder eine Republik", sagte der Sprecher weiter.  Im islamischen System könnten sich die Menschen mit ihren Problemen dagegen an die Regierung wenden, anstatt Demonstrationen abzuhalten. Das Verbot halte die Menschen davon ab, "Zeit zu vergeuden", betonte Mudschahid.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte das im August verkündete Demonstrationsverbot als "weiteren Schritt im rücksichtslosen Versuch" der Taliban kritisiert, jeglichen Widerspruch zu unterdrücken.
Amnesty International sprach mit Blick auf weitreichende Änderungen der Taliban bei der Strafverfolgung von "einem weiteren umfassenden Angriff auf die Menschenrechte in Afghanistan" und kritisierte das Demonstrationsverbot als "eine ihrer ungeheuerlichsten Bestimmungen". Â
Seit der Rückkehr der Taliban an die Macht vor fünf Jahren gab es in Afghanistan nur selten Demonstrationen. Im vergangenen Monat erließ die Regierung eine Regelung, wonach "alle Arten von Protest" verboten sind.
Politik
Taliban-Regierung verteidigt Protestverbot gegen Kritik von Menschenrechtsorganisationen
- AFP - 2. September 2026, 14:15 Uhr
Nach Kritik von Menschenrechtsgruppen hat die Taliban-Regierung in Afghanistan das Demonstrationsverbot in dem Land verteidigt und sich dabei auf islamisches Recht berufen.
Weitere Meldungen
Hollywoodstar George Clooney hat der Regierung von US-Präsident Donald Trump Inkompetenz vorgeworfen. Die USA würden derzeit "von den am wenigsten qualifizierten Leuten
MehrChinas Präsident Xi Jinping hat bei seinem ersten Besuch in Ägypten seit einem Jahrzehnt eine Ausweitung der Investitionen Pekings in dem nordafrikanischen Land angekündigt.
MehrUS-Präsident Donald Trump hat den bisherigen kommissarischen Marine-Staatssekretär Hung Cao für die dauerhafte Besetzung des Postens nominiert. Er könne sich "niemanden
MehrTop Meldungen
München (dts Nachrichtenagentur) - Die Preise für Super E10 sind zuletzt gestiegen. Im bundesweiten Durchschnitt kletterten sie im Vorwochenvergleich um 2,8 Cent auf 2,183 Euro
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Grünen haben der Bundesregierung vorgeworfen, den Menschen mit der Steuerreform Entlastungen im kommenden Jahr nur vorzugaukeln. "Friedrich
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Unionsfraktion im Bundestag will den Gesetzentwurf zur Steuerreform im parlamentarischen Verfahren nachbessern. Das kündigte der
Mehr














