Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat die Koalition zu einer unbeirrten Fortsetzung des Reformkurses unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgerufen. In der Unionsfraktion verfüge der Kanzler dafür auch nach den Niederlagen bei den jüngsten Wahlen über den nötigen Rückhalt, sagte Frei am Dienstag in Berlin vor Beginn der Fraktionssitzung. "Der Bundeskanzler hat unsere Unterstützung."
Er sei zudem "überzeugt, dass wir gemeinsam mit der SPD die verabredeten Reformvorhaben auch tatsächlich zügig durchsetzen können", fügte der Unionsfraktionschef hinzu. Er räumte ein, dass die jüngsten Landeswahlen in Berlin und zwei ostdeutschen Ländern "dramatische Ergebnisse mit dramatischen Konsequenzen" gebracht hätten.
Es sei nun aber "ganz wichtig, dass man aus solchen Ergebnissen nicht die falschen Konsequenzen zieht - und die falsche Konsequenz wäre, wenn man vor der eigenen Courage zurückschrecken würde, wenn man das, was wir als Koalition vereinbart haben, jetzt zur Disposition stellen würde", mahnte Frei.
Dies gelte insbesondere für die vereinbarte Rentenreform, sagte Frei. Er verwies darauf, dass sich der Koalitionsausschuss aus CDU, SPD und CSU im Juli "in Gänze" hinter die Empfehlungen der Alterssicherungskommission gestellt habe. Er sei überzeugt, "dass die Rentenreform in einem Rutsch passieren sollte - das darf man nicht in unterschiedliche Pakete aufteilen". Die Gesetzgebung müsse nun zügig beginnen.
Frei wies auf die große Tragweite der Reform hin. Es sei "tatsächlich damit das Versprechen verbunden, dass wir das Thema Rentenpolitik dauerhaft lösen - sozusagen nicht nur für die aktuell betroffene Generation, sondern auch in einem großen Kompromiss zwischen den Generationen".
Besonders umstritten ist derzeit die Abschaffung der Frühverrentung für langjährig Versicherte. Sie ist Teil der Reformempfehlungen der Rentenkommission, auf deren Umsetzung im Paket sich die Koalitionsspitzen im Juli verständigt hatten. Die Maßnahme ist allerdings unpopulär. Die SPD distanzierte sich davon, auch in der CDU gibt es Kritik. Verstärkt wurden diese koalitionsinternen Absetzbewegungen durch die Ergebnisse der jüngsten Landeswahlen.
Politik
Frei mahnt rasche Reformen an - und sagt Merz Rückhalt der Fraktion zu
- AFP - 22. September 2026, 15:31 Uhr
Unionsfraktionschef Frei (CDU) hat die Koalition zu einer unbeirrten Fortsetzung des Reformkurses unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgerufen. In der Unonsfraktion verfüge der Kanzer dafür über den nötigen Rückhalt.
Weitere Meldungen
Nach wochenlangen innerparteilichen Debatten über seine Leistung hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seine Stellung in der Union gefestigt. Unionsfraktionschef Thorsten Frei
MehrNach langem Streit und harten Drohungen haben die USA, Dänemark und Grönland ein Sicherheitsabkommen unterzeichnet, das den USA eine Ausweitung ihrer Militärpräsenz auf der
MehrUS-Präsident Donald Trump will die Militärpräsenz der Vereinigten Staaten auf Grönland deutlich ausbauen. "Wir werden zwei sehr große Militärstützpunkte bauen", sagte Trump
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der geplante Spritpreisdeckel könnte nach Auffassung der Monopolkommission nach hinten losgehen. "In der Praxis wird ein Deckel oft zum
MehrIn der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf
MehrMünchen (dts Nachrichtenagentur) - Der neue Vorstandsvorsitzende von BMW, Milan Nedeljkovic, fordert, dass chinesische Autohersteller ihre Fahrzeuge in Europa zu höheren Preisen
Mehr














