Mehr als ein halbes Jahr nach der Festnahme eines mutmaßlichen Russland-Spions in Nordrhein-Westfalen hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe die Untersuchungshaft für den Ukrainer verlängert. Aus dem am Dienstag veröffentlichten Beschluss gehen auch Einzelheiten zu den Vorwürfen hervor. So soll der Mann vom russischen Geheimdienst damit beauftragt worden sein, Informationen über einen ukrainischen Soldaten zu sammeln, der wie er selbst vorübergehend in einer Flüchtlingsunterkunft in Attendorn wohnte. (Az. AK 50/26)
Der 53-Jährige habe herausfinden sollen, ob der Militärangehörige weitere Flüchtlinge auf die Rückkehr in die Ukraine und die dortigen Kämpfe und den Krieg vorbereitete. Außerdem habe er einen weiteren Menschen ausspähen sollen, der Kontakt zu dem Soldaten hatte, führte der BGH aus.
Zweimal soll der Angeschuldigte dem Geheimdienst Informationen darüber geschickt haben, wann der Soldat in der Flüchtlingsunterkunft gewesen sei und dass er mit Menschen in Kontakt stehe, mit denen er in der Armee und im Gefängnis gewesen sei.
Der 53-Jährige wurde Ende März in Hagen auf Grundlage eines Haftbefehls des BGH-Ermittlungsrichters festgenommen. Zunächst ermittelte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, welche die Ermittlungen aber später an die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft übergab.
Diese erhob Ende September Anklage wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit. "Die Ausspähaktion diente vermutlich auch der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson in Deutschland", erklärte sie.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf muss noch darüber entscheiden, ob es die Anklage zulässt und einen Gerichtsprozess gegen den Verdächtigen beginnt. Der BGH entschied den Angaben nach am 1. Oktober, dass er zunächst in Untersuchungshaft bleibt. Er sah einen dringenden Tatverdacht.
Brennpunkte
Mutmaßliche Ausspähaktion für Russland: BGH verlängert Untersuchungshaft
- AFP - 20. Oktober 2026, 13:15 Uhr
Sechs Monate nach der Festnahme eines mutmaßlichen Russland-Spions in NRW hat der BGH die Untersuchungshaft verlängert. Der Mann soll vom russischen Geheimdienst damit beauftragt worden sein, Informationen über einen ukrainischen Soldaten zu sammeln.
Weitere Meldungen
Beim Zusammenstoß eines Touristenbusses mit einem Lastwagen sind in Ägypten mindestens 13 Menschen getötet worden. Zudem seien 34 Menschen verletzt worden, berichtete am
MehrMit gefälschten Vollmachten soll ein Rechtsanwalt aus Niedersachsen mehr als eine Million Euro ergaunert haben. Der Mann wurde festgenommen und kam in Untersuchungshaft, wie die
MehrMit mindestens einem Schuss aus einer Dienstwaffe hat die Polizei in Hannover eine mit Messern bewaffnete Frau gestoppt. Die 30-Jährige sei mit zwei Messern auf Polizeikräfte
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die neue Steuerschätzung wird aller Voraussicht nach keinen Spielraum für eine Senkung der Stromsteuer für alle eröffnen. Das berichtet die
MehrBonn (dts Nachrichtenagentur) - Die Deutsche Post will das Briefporto für Privatkunden zum 1. Januar 2027 deutlich erhöhen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wird der
MehrMünchen (dts Nachrichtenagentur) - Deutschland zählt beim Hightech-Anteil der industriellen Forschungs- und Entwicklungsausgaben zu den Schlusslichtern unter den entwickelten
Mehr














