Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat der Oppositionspolitikerin María Corina Machado nach deren überraschender Rückkehr ins Land vorgeworfen, eine "Show" zu inszenieren. "Ich glaube ganz ehrlich, dass sie aufhören sollte, Politik wie eine Show zu betreiben, denn die Politik ist etwas sehr Ernsthaftes", sagte Rodríguez am Montag mit Bezug auf die nicht veröffentlichten Umstände von Machados Rückkehr. "Es gibt ja hier Flughäfen", fügte sie hinzu.
Machado hatte Venezuela im Dezember vergangenen Jahres heimlich verlassen, nachdem sie bereits seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2024 im Untergrund gelebt hatte. Am Sonntag war sie nach knapp einem Jahr im Exil unter dem Jubel ihrer Anhänger wieder zurückgekommen. Machados Rückkehr dürfte eine Herausforderung für die von den USA unterstützte Übergangsregierung von Rodríguez sein.
Laut Machados Sprecherin Claudia Macero wäre die Friedensnobelpreisträgerin indes zu einem Treffen mit Rodríguez bereit. Machado wäre bereit, "sich nicht nur mit Rodríguez zusammenzusetzen, sondern mit wem auch immer sie es tun sollte, vor dem ganzen Land, in völliger Transparenz und mit einer Agenda", sagte Macero am Montag im Sender Union Radio.
Bei der Präsidentschaftswahl im Juli 2024 hatten die venezolanischen Behörden Machado eine Kandidatur untersagt. Der damalige Präsident Nicolás Maduro erklärte sich anschließend zum Wahlsieger, während die Opposition den Sieg für Machados Verbündeten González Urrutia beanspruchte. Nach der Wahl gingen die Behörden massiv gegen Regierungsgegner vor. Etwa einen Monat nach Machados Flucht aus Venezuela nahmen Anfang Januar dieses Jahres US-Soldaten Maduro in Caracas gefangen und brachten ihn in die USA.
Laut US-Außenminister Marco Rubio hatten die USA Caracas schon "vor Wochen und Wochen" dazu gedrängt, dass Machado "ungestört" nach Venezuela zurückkehren können sollte. "Das einzige Mal, dass ich ihr davon abgeraten habe, war kurz nach dem Erdbeben", sagte Rubio am Montag mit Verweis auf das verheerende Doppelbeben, das Venezuela im Juni erschüttert hatte.
Machado hatte ihre Nobelpreis-Medaille im Januar an US-Präsident Donald Trump überreicht, der die Auszeichnung zuvor wiederholt für sich reklamiert hatte. Trump machte sich in der Folge aber offenbar dennoch nicht dafür stark, dass Machado in ihrem Land eine führende Rolle übernimmt.
Politik
Nach Machados Rückkehr: Venezuelas Übergangspräsidentin wirft ihr "Show" vor
- AFP - 26. Oktober 2026, 21:29 Uhr
Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat der Oppositionspolitikerin María Corina Machado nach deren überraschender Rückkehr ins Land vorgeworfen, eine 'Show' abzuziehen.
Weitere Meldungen
Der Vatikan hat die geplante Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. knapp zwei Wochen nach dessen Lungenkrebsoperation offiziell bestätigt. Der 71-Jährige werde vom 6. bis zum 17.
MehrNach ihrer überraschenden Rückkehr nach Venezuela hat die Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ihre Bereitschaft zu einem Treffen mit
MehrIn China hat Präsident Xi Jinping am Montag eine mehrtägige Sitzung der Eliten der Kommunistischen Partei eröffnet, bei der unter anderem die Disziplin in den eigenen Reihen
MehrTop Meldungen
Der Microsoft-Konzern hat 60.000 Mitarbeitern Abfindungen angeboten - gut einem Viertel der weltweiten Belegschaft. Berechtigt seien Beschäftigte in den USA, Kanada, Indien und
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der hohe Gaspreis schlägt mittlerweile voll auf den Strommarkt durch, denn am Terminmarkt kostet eine Megawattstunde zur Lieferung im kommenden
MehrMünchen (dts Nachrichtenagentur) - Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat die Entscheidung von Audi verteidigt, Milliarden in ein US-Werk zu investieren,
Mehr














