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Sklaverei: König Charles III. spricht auf Karibikreise von "Leid der Vergangenheit"

  • AFP - 28. Oktober 2026, 11:58 Uhr
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König Charles III. (r.) auf den Bahamas
Bild: AFP

Vor dem Hintergrund von Forderungen nach Entschädigung für den Sklavenhandel hat der britische König Charles III. auf einer Karibikreise vom 'großen Leid der Vergangenheit' gesprochen.

Vor dem Hintergrund von Forderungen nach Entschädigung für den Sklavenhandel hat Großbritanniens König Charles III. auf einer Karibikreise vom "großen Leid der Vergangenheit" gesprochen. "Es ist nur richtig, dass wir das große Leid und die Ungerechtigkeiten der Vergangenheit auf diesen Inseln und darüber hinaus anerkennen", sagte der Monarch am Dienstag (Ortszeit) in einer Rede vor Jugendlichen auf den Bahamas.

Charles III. sagte weiter, die Staats- und Regierungschefs der "betroffenen" Commonwealth-Staaten würden das Thema in der kommenden Woche bei einem Gipfeltreffen in Antigua und Barbuda erörtern. Die Generalsekretärin des Commonwealth, Shirley Ayorkor Botchwey, hatte im Vorfeld des Treffens erklärt, eine Entschädigung des Königs für Kolonialismus und Sklavenhandel könne "nicht schaden". Zudem sei "die Zeit gekommen", um über Wiedergutmachung zu sprechen - ob finanziell oder in anderer Form.

Mehrere ehemalige britische Kolonien fordern vom britischen Königshaus Schritte der Wiedergutmachung für die Kolonialisierung und den Sklavenhandel, von denen dessen Vorfahren jahrhundertelang profitierten. Die heutigen Royals haben zwar mehrfach ihr Bedauern über den brutalen Sklavenhandel ausgedrückt, aber ebenso wie die britische Regierung bislang keine förmliche Entschuldigung ausgesprochen. London sträubt sich gegen finanzielle Entschädigungen für betroffene Staaten.

Auch bei seinem Besuch auf den Bahamas war Charles III. mit Forderungen nach Entschädigung konfrontiert. Als er für seine Rede den historischen Ort der bahamaischen Unabhängigkeit von 1973 betrat, empfing ihn eine protestierende Menge mit Plakaten wie "Zahlt, was ihr uns schuldet".

Der britische König will auf seiner neuntägigen Reise zunächst allein die Bahamas und Guyana besuchen, bevor seine Frau, Königin Camilla, für die letzte Etappe in Antigua und Barbuda zu ihm stößt. Dort wird der Monarch beim Gipfeltreffen der Regierungschefs des Commonwealth eine Rede halten.

Der Buckingham-Palast sieht die Reise außerdem als Gelegenheit zum Austausch mit jungen Menschen über wichtige Fragen wie den Klimawandel. Charles III., der sich seit langem für Umweltschutz einsetzt, wird bei seinem Besuch Vertreter von Umweltschutzorganisationen treffen und ein Projekt zur Wiederherstellung von Korallenriffen in Antigua und Barbuda sowie eines zum Schutz des Regenwaldes in Guyana besuchen.

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