Politik

Pistorius: Deutschland führt Gespräche über Einstieg bei Kampfjet-Projekt GCAP

  • AFP - 2. November 2026, 18:47 Uhr
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Minister Pistorius
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Die Bundesregierung prüft eine konkrete deutsche Beteiligung am Kampfjetprojekt GCAP mit Großbritannien, Japan und Italien. Dazu seien bereits 'erste Gespräche' geführt worden, sagte Minister Pistorius.

Die Bundesregierung prüft eine konkrete deutsche Beteiligung am Kampfjetprojekt GCAP mit Großbritannien, Japan und Italien. Dazu seien bereits "erste Gespräche" geführt worden, sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Montag nach einem Treffen mit seinem britischen Kollegen Wes Streeting in Berlin. In den kommenden Tagen werde er weitere Gespräche darüber mit den Verteidigungsministern Italiens und Japans führen. Es solle nun "sehr schnell" Klarheit geschaffen werden, ob - und unter welchen Bedingungen - sich Deutschland beteiligen könne.

Der britische Minister Streeting kündigte an, gemeinsam mit den bisherigen GCAP-Vertragspartnern Italien und Japan eine Entscheidung zu treffen. "Wir möchten verstehen, welche Anforderungen Deutschland hat und schauen, ob es da Synergien geben kann", sagte Streeting in Berlin.

GCAP (Global Combat Air Programme) ist ein geplanter neuer Tarnkappen-Bomber, an dem sich Großbritannien, Italien und Japan beteiligen. Es soll die japanischen F-2-Kampfflugzeuge sowie die britischen und italienischen Eurofighter ersetzen.

GCAP gilt als vergleichbares internationales Großvorhaben zum gescheiterten FCAS-Projekt zwischen Deutschland und Frankreich. Berlin und Paris hatten im Juni nach langen Streitigkeiten das Ende von FCAS zum Bau eines gemeinsamen Kampfjets beschlossen. Der britische Premierminister Andy Burnham hatte sich vergangenen Monat offen für eine Beteiligung Deutschlands an GCAP gezeigt.

Pistorius sagte in Berlin, eine Entscheidung müsse rasch gefällt werden. "Wir sind alle uns völlig klar darüber, dass hier keine Zeit zu verlieren ist", sagte er. Der deutsche Minister wies darauf hin, dass die GCAP-Partner Großbritannien, Italien und Japan fünf Jahre lang bis zu einer Einigung verhandelt hätten - so viel Zeit gebe es nun nicht mehr: "Daraus ergibt sich schon ein gehöriger Zeitdruck, den wir Rechnung tragen wollen, weil diese Fähigkeit Anfang der 40-er Jahre bereitstehen muss."

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