Zur Vorbereitung auf das Krisenmanagement bei Dürre und extremen Hitzewellen haben zehn Bundesländer, fast 20 Bundesbehörden und zahlreiche weitere Organisationen sowie Unternehmen der kritischen Infrastruktur eine bundesweite Großübung gestartet. Die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgerichtete Übung mit dem Namen Lükex 26 begann am Mittwochvormittag, wie eine BBK-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Sie soll bis Freitag dauern.
In dem der Übung zugrunde liegenden Szenario "Dürre und Hitzewelle" hat Deutschland fünf Dürrejahre hinter sich und durch eine extreme Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad verschärft sich die Lage zusätzlich. Die übenden Krisenstäbe müssen unter realitätsnahen Bedingungen gemeinsam entscheiden, welche strategischen Maßnahmen sie zum Schutz der Bevölkerung ergreifen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Krisenkommunikation.
Lükex steht für "Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung (Exercise)". Die Planungen für die Großübung liefen schon 2024 an - deutlich vor den diesjährigen Rekordtemperaturen von über 40 Grad, die im Sommer zur gesundheitlichen Belastung für Mensch und Tier wurden.
Rettungsdienste, Krankenhäuser und Pflegeheime kamen dabei an ihre Belastungsgrenze. Niedrige Flusspegel führten zu Einschränkungen im Transportwesen, Bauern beklagten wegen der massiven Trockenheit teils erhebliche Ernteausfälle, Kommunen riefen die Bevölkerung zum Wassersparen auf. Hinzu kam die erhöhte Waldbrandgefahr.
"Wer gemeinsam übt, kann im Ernstfall schneller handeln - und die Menschen in unserem Land besser schützen", beschrieb BBK-Präsidentin Grit Tüngler vorab das Ziel von Lükex. Aktiv dabei sind zehn Bundesländer mit über 60 Landesministerien - Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt - sowie fast 20 Bundesbehörden unter anderem aus den Bereichen Umwelt, Landwirtschaft, Verkehr, Inneres und Gesundheit. Zudem sind Hilfsorganisationen, Unternehmen der kritischen Infrastrukturen wie Energie- und Wasserversorgung und Kooperationsplattformen beteiligt.
Lükex 26 ist die zehnte Übung dieser Reihe. In früheren Jahren wurden zum Beispiel ein Gas-Engpass (2018), der Umgang mit einer rätselhaften Krankheitswelle (2013) oder ein Cyberangriff auf das Regierungshandeln durchgespielt. Für die Zukunft stellt sich das BBK neben den zunehmenden Extremwetterereignissen im Zuge des globalen Klimawandels auf die Gefahr durch hybride Bedrohungen und Störungen kritischer Infrastrukturen ein.
Gesundheit
"Dürre und Hitzewelle": Bundesweite Großübung zum Krisenmanagement begonnen
- AFP - 4. November 2026, 11:21 Uhr
Zur Vorbereitung auf das Krisenmanagement bei Dürre und extremen Hitzewellen haben zehn Bundesländer, fast 20 Bundesbehörden und zahlreiche weitere Organisationen sowie Unternehmen der kritischen Infrastruktur eine bundesweite Großübung gestartet.
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