Knapp zwei Wochen nach der Parlamentswahl in Israel hat Präsident Isaac Herzog den Oppositionspolitiker Gadi Eisenkot offiziell mit der Regierungsbildung beauftragt. "Der Staat Israel braucht eine stabile Regierung", sagte Herzog am Sonntag. Eisenkot sagte, die israelische Demokratie befinde sich in einem der schwierigsten Momente ihrer Geschichte.
Bei der Parlamentswahl am Dienstag vergangener Woche hatte weder das rechtsreligiöse Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu noch Eisenkots Oppositionsbündnis eine Mehrheit errungen. Der Block um Netanjahu - zu dem auch die ultraorthodoxen Parteien gehörten - kam auf 53 Sitze, Eisenkots Oppositionsbündnis auf 48.
Die israelisch-arabische Partei Raam und die Vereinigte Liste erhielten zusammen 19 der insgesamt 120 Mandate. Eisenkot hatte in den vergangenen Tagen 67 Empfehlungen von Abgeordneten erhalten. Nach seiner Beauftragung durch den Präsidenten bot er Netanjahus Likud-Partei eine Regierungsbeteiligung unter seiner Führung an.
Eisenkot hat zunächst 28 Tage Zeit, die Regierung zu bilden. Eine Verlängerung um 14 Tage ist möglich. Sollte er scheitern, kann Herzog einen anderen Politiker beauftragen. Ist keiner erfolgreich, gibt es Neuwahlen. Wegen wiederholter Pattsituationen gab es in Israel zwischen 2019 und 2022 fünf Wahlen.
Politik
Israels Präsident beauftragt Oppositionspolitiker Eisenkot mit Regierungsbildung
- AFP - 8. November 2026, 21:37 Uhr
Israels Präsident Herzog hat Oppositionspolitiker Eisenkot mit der Regierungsbildung beauftragt. Dieser wirbt auch um Verbündete des derzeitigen Regierungschefs Netanjahu.
Weitere Meldungen
Auf seiner Südamerika-Reise ist Papst Leo XIV. am Sonntag zu einem viertägigen Besuch in Argentinien eingetroffen. Auf dem Flughafen von Buenos Aires wurde der Pontifex von
MehrBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) für das Amt der Bundespräsidentin vorschlagen. Der CDU-Vorsitzende werde diesen
MehrUS-Präsident Donald Trump hält eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen gegen den Iran nach eigenen Angaben für "höchst unwahrscheinlich". Dies gelte, solange die Gespräche
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bei Investitionen in Forschung und Entwicklung und damit in die eigene Zukunftsfähigkeit halten sich Unternehmen in Deutschland so stark zurück
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach Warnungen von Energieökonomen zum vorgezogenen Kohleausstieg im Rheinischen Revier hat der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor der dritten Verhandlungsrunde in der Metall- und Elektroindustrie warnt Westmetall-Präsident Arndt Kirchhoff die IG Metall vor einer
Mehr














