Wirtschaft

Gewinn bei Mercedes 2025 um fast die Hälfte eingebrochen

  • AFP - 12. Februar 2026, 14:44 Uhr
Bild vergrößern: Gewinn bei Mercedes 2025 um fast die Hälfte eingebrochen
Gewinn bei Mercedes deutlich geschrumpft
Bild: AFP

Schwierigkeiten im China-Geschäft und Zollhürden haben den Gewinn des Stuttgarter Autobauers Mercedes-Benz im Jahr 2025 um beinahe die Hälfte einbrechen lassen. Das Konzernergebnis für das vergangene Jahr belief sich auf 5,3 Milliarden Euro.

Schwierigkeiten im China-Geschäft und Zollhürden haben den Gewinn des Stuttgarter Autobauers Mercedes-Benz im Jahr 2025 um beinahe die Hälfte einbrechen lassen. Das Konzernergebnis für das vergangene Jahr belief sich auf 5,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab. Das entspricht einem Rückgang von fast 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

"Globale Zölle, negative Wechselkurseffekte und intensiver Wettbewerb in China" hätten im vergangenen Jahr die Entwicklung des Konzerns belastet, teilte Mercedes-Benz mit. Der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent auf 132,2 Milliarden Euro. 

"In einem dynamischen Marktumfeld lagen unsere finanziellen Ergebnisse im Rahmen unserer Prognose", erklärte Konzernchef Ole Källenius. Die geplante Einführung von mehr als 40 neuen Modellen innerhalb von drei Jahren werde nun "nochmals beschleunigt". Es gehe nun mit "einem klaren Plan und einem sehr wettbewerbsfähigen Produktportfolio" voran.

Für 2026 erwartet der Autobauer einen ähnlichen Umsatz wie im vergangenen Jahr. Wegen des Wegfalls einmaliger Restrukturierungskosten wird beim Vorsteuerergebnis allerdings ein Wert "deutlich über dem Vorjahresniveau" erwartet. Die Aktie des Konzerns gab am Donnerstag zunächst deutlich um mehr als vier Prozent nach, erholte sich im Tagesverlauf aber wieder etwas.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) wies am Donnerstag darauf hin, dass 2025 für Mercedes ein Jahr zum "Abhaken" gewesen sei - "wie für fast alle Autobauer". Als Gründe führte er unter anderem die "Unberechenbarkeit" der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump an. Zudem bräuchten die deutschen Premiumhersteller "eine neue China-Strategie", erklärte er. Der Preisunterschied zu hochwertigen Autos aus China müsse "wesentlich kleiner" werden, um die Wende auf dem wichtigen chinesischen Markt zu schaffen.

Weitere Meldungen

Vor Sicherheitsgipfel zur Bahn Forderung nach mehr Schutz für Beschäftigte

Vor dem Sicherheitsgipfel zur Bahn am Freitag haben die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sowie der Fahrgastverband Pro Bahn eine deutliche Aufstockung des Sicherheitspersonals in

Mehr
Lufthansa: Knapp 800 Flüge wegen Streiks annulliert

Wegen eines Streiks bei der Lufthansa sind am Donnerstag nach Konzernangaben knapp 800 Flüge gestrichen worden. Die ganztägige Arbeitsniederlegung "trifft unsere Fluggäste

Mehr
Personalkarussell bei Europas Pharmakonzernen: Merck-Chefin übernimmt bei Sanofi

Der Chef des französischen Pharmakonzerns Sanofi, Paul Hudson, muss überraschend gehen. Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag mit dem Briten am Donnerstag nicht, kommende

Mehr

Top Meldungen

Kassen warnen vor Industriepolitik zulasten der Beitragszahler

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen lehnt eine Finanzierung der Industriepolitik zur Stärkung der Pharmabranche durch die

Mehr
Bundesgerichtshof verhandelt über Werbung für Cannabis auf Rezept

Werbung für Cannabis auf Rezept hat am Donnerstag den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe beschäftigt. Es ging um eine Klage der Wettbewerbszentrale gegen ein

Mehr
Online-Diagnose von Erektionsstörungen: BGH verhandelt über Zulässigkeit von Werbung

Werbung für Diagnosen über das Internet hat am Donnerstag den Bundesgerichtshof (BGH) beschäftigt. In Karlsruhe wurde über einen Rechtsstreit zwischen dem Verband Sozialer

Mehr