Brennpunkte

Angehörige von politischen Gefangenen in Venezuela treten in den Hungerstreik

  • AFP - 14. Februar 2026, 21:42 Uhr
Bild vergrößern: Angehörige von politischen Gefangenen in Venezuela treten in den Hungerstreik
Hungerstreik in Caracas
Bild: AFP

Angehörige von politischen Gefangenen in Venezuela sind in den Hungerstreik getreten, um die Freilassung der Inhaftierten zu erzwingen. Sie starteten ihre Aktion vor einem Gefängnis in der Hauptstadt Caracas.

Angehörige von politischen Gefangenen in Venezuela sind in den Hungerstreik getreten, um die Freilassung der Inhaftierten zu erzwingen. Sie starteten ihre Aktion am Samstag vor einem Gefängnis in der Hauptstadt Caracas. Mit dem Hungerstreik wollen sie auch Druck auf das Parlament ausüben, wo sich die geplante Verabschiedung eines Amnestie-Gesetzes für politische Gefangene verzögert hat.

An dem Protest beteiligten sich zunächst etwa zehn Frauen, die sich vor einem Polizeigefängnis niederließen. "Wir hoffen, hier bleiben zu können, bis alle freigelassen sind", sagte Evelin Quiaro, Mutter eines politischen Gefangenen, der Nachrichtenagentur AFP. Einige der Frauen schliefen derweil. "Schlaf lindert den Hunger", sagte eine andere Teilnehmerin.

Die Nationalversammlung in Caracas debattiert derzeit über ein historisches Amnestiegesetz, das der Unterdrückung von Dissidenten durch Gerichte ein Ende setzen soll. Bei Inkrafttreten soll es alle Vorwürfe abdecken, die in den vergangenen 27 Jahren gegen politische Gegner des von den USA gefangen genommenen Präsidenten Nicolás Maduro und seines Vorgängers Hugo Chavez vorgebracht worden waren.

Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hatte die Amnestie angekündigt. Sie war nach der Entführung Maduros in die USA ins Amt gekommen. Eigentlich hätte das Amnestie-Gesetz am Donnerstag verabschiedet werden sollen, die entscheidende Sitzung dazu wurde wegen eines Streits zwischen Regierung und Opposition über Details der Umsetzung aber vertagt. 

Tritt die Amnestie in Kraft, könnten hunderte politische Gefangene freikommen. Unabhängig von dem Gesetz waren in den vergangenen Tagen schon mehrmals politische Gefangene vereinzelt oder in kleinen Gruppen freigelassen worden.

Maduro war Anfang des Jahres bei einem US-Militäreinsatz in Venezuela festgenommen worden. Er wurde dann nach New York gebracht. Dort soll ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.

Weitere Meldungen

Gewalttaten in Aachener Rotlichtbezirk: Strafe für Hooligan wird neu verhandelt

Das Landgericht Aachen muss neu über die Strafe für einen Mann aus der Hooliganszene entscheiden, der wegen Gewalttaten im Rotlichtbezirk der nordrhein-westfälischen Stadt

Mehr
Bayerische Polizei durchsucht Banken und Firma wegen Geldwäscheverdachts

Wegen mutmaßlicher Geldwäsche in Millionenhöhe hat die bayerische Polizei zwei Banken und eine Firma durchsucht. Dabei handelte es sich um zwei Objekte in Bayern und eines in

Mehr
Mord in Berliner Park nach Beleidigungen auf Tiktok: Lebenslange Haft

Zehn Monate nach der Tötung eines Manns am helllichten Tag in einem Berliner Park ist ein 24-Jähriger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht

Mehr

Top Meldungen

Umweltminister Schneider lehnt Stromnetzpläne von Wirtschaftsministerin Reiche ab

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) lehnt die Pläne seiner Kabinettskollegin Katherina Reiche (CDU) zum künftigen Ausbau der Stromnetze ab. "Ich sehe noch erheblichen

Mehr
Flughafen-Verband fordert "Tankrabatt für Airlines"

Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Flughafen-Verband ADV drängt die Bundesregierung angesichts des stark gestiegenen Öl-Preises und der wachsenden Sorgen um die

Mehr
Umweltminister lehnt Reiches Stromnetz-Pläne ab

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In der Bundesregierung bahnt sich Streit um die Stromnetz-Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) an. "Ich sehe noch erheblichen

Mehr