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Illegale Riesenparty auf Militärgelände in Frankreich - Regierung plant härteres Vorgehen

  • AFP - 3. Mai 2026, 15:45 Uhr
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Teknival-Besucher nahe Bourges
Bild: AFP

Bis zu 40.000 Menschen haben auf einem Militärgelände in Frankreich an einer illegalen Rave-Party teilgenommen - trotz Warnungen vor Sprengsätzen. Die Regierung will härter gegen solche Veranstaltungen vorgehen.

Riesenparty trotz möglicher Lebensgefahr: Bis zu 40.000 Menschen haben am Wochenende auf einem Militärgelände in Frankreich an einer illegalen Rave-Party teilgenommen - ungeachtet der Warnungen vor womöglich nicht detonierten alten Sprengsätzen. Laut den Veranstaltern war die Feier auch als Protest gegen strengere staatliche Reglementierungen gedacht. Innenminister Laurent Nuñez indes kündigte bei einem Besuch des "Teknival"-Geländes nahe seinem Geburtsort Bourges am Sonntag ein härteres Vorgehen gegen "illegale Musikversammlungen" an.

Die Party mit elektronischer Musik hatte bereits am Freitag begonnen. Am Samstag sprach ein Unterstützerkollektiv von "35.000 bis 40.000" Teilnehmenden aus Frankreich und benachbarten Ländern, die zu der Veranstaltung im Zentrum Frankreichs gekommen seien. Die Behörden hatten am Samstagvormittag von 20.000 Teilnehmern gesprochen; doch bis zum Abend strömten zahlreiche weitere Besucher zu dem Gelände.

"Trotz ihres illegalen Charakters" kümmerten sich die Behörden um die Sicherheit der Veranstaltung, wie die zuständige Präfektur erklärte. Hunderte Polizisten und dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz. 

Philippe Le Moing Surzur von der Regionalverwaltung sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Veranstaltungsort sei "wegen nicht explodierter Geschosse, die dort sein können, extrem gefährlich". Das Gelände werde seit 150 Jahren militärisch genutzt, deswegen bestehe Gefahr durch "alte Artilleriegeschosse". Die Besucher des Raves sollten daher die nahegelegenen Wälder unbedingt meiden. 

Wie die örtlichen Behörden am Samstag mitteilten, mussten Sprengstoffexperten eingreifen, nachdem in der Nähe einer Straße, die über das Veranstaltungsgelände führt, eine Granate entdeckt worden war. Schilder warnen vor dem Betreten des Gebiets; es ist jedoch nicht eingezäunt. 

Die Teknival-Organisatoren erklärten, sie hätten sich bewusst für das Gelände nahe Nuñez' Geburtsort Bourges entschieden. Es gehe um einen Protest gegen Pläne, die Strafen gegen Veranstalter und Teilnehmer vergleichbarer kostenloser Partys zu verschärfen, hieß es von ihrer Seite. Demnach sollen Veranstalter künftig mit bis zu sechs Monaten Haft belegt werden können; bislang droht lediglich ein Bußgeld. Eine 19-jährige Teilnehmerin sagte, der Rave sei "eine starke Botschaft gegen Unterdrückung".  

Innenminister Nuñez sagte seinerseits vor Ort, die Forderungen der Veranstalter würden die "Entschlossenheit" der französischen Regierung in ihrem Kurs nur noch verstärken. Andere Bürger könnten "diese Art von wilden Veranstaltungen nicht nachvollziehen", sagte er.

Der Minister stellte klar, dass "alle, die dieses Teknival verlassen", mit einem zweifachen Bußgeld belegt würden: weil sie auf ein Militärgelände eingedrungen seien und weil sie an einer illegalen Versammlung teilgenommen hätten.

Die Polizei stellte dutzende Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und zahlreiche Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung fest, wie die Präfektur mitteilte. Mehrere Menschen wurden demnach leicht verletzt, einige weitere wurden in Gewahrsam genommen.

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