Gesundheit

Ministerium: 80 Tote nach Ebola-Ausbruch in Demokratischer Republik Kongo

  • AFP - 16. Mai 2026, 19:08 Uhr
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Kampf gegen Ebola-Ausbruch 2019 in der DR Kongo
Bild: AFP

Nach dem Ebola-Ausbruch in der DR Kongo ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. 80 mutmaßlich mit dem Virus infizierte Menschen starben bereits nach Behördenangaben. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen kündigte einen Großeinsatz in der Provinz Ituri an.

Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. 80 mutmaßlich mit der Bundibugyo-Variante des Virus infizierte Menschen seien gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Insgesamt gebe es fast 250 Verdachtsfälle. 

Der Ebola-Ausbruch war am Freitag in der von bewaffneten Konflikten betroffenen Provinz Ituri gemeldet worden. Im benachbarten Uganda starb ebenfalls ein mit Ebola infizierter Mann, bei dem die Bundibugyo-Variante nachgewiesen wurde. 

Es gebe "weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung" gegen den Bundibugyo-Stamm, erklärte der kongolesische Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba am Samstag. "Dieser Stamm weist eine sehr hohe Sterblichkeitsrate auf, die bis zu 50 Prozent betragen kann."

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen erklärte, sie bereite einen Großeinsatz in der Provinz Ituri vor. "Die Zahl der Fälle und Todesfälle, die wir in so kurzer Zeit beobachten, ist äußerst besorgniserregend", erklärte die Leiterin des Nothilfeprogramms von Ärzte ohne Grenzen, Trish Newport. "In Ituri haben viele Menschen bereits Schwierigkeiten, Zugang zu medizinischer Versorgung zu erhalten. Sie leben in ständiger Unsicherheit, weshalb schnelles Handeln entscheidend ist."

Ebola verläuft oftmals tödlich. Bei den Epidemien der vergangenen Jahre waren zwischen 25 und 90 Prozent der Erkrankten an der Virusinfektion gestorben. Ebola-Kranke leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

Trotz Fortschritten bei Impfstoffen und Behandlungsmethoden hat das hochansteckende hämorrhagische Fieber in Afrika in den vergangenen 50 Jahren schätzungsweise 15.000 Menschen das Leben gekostet. 

Der jetzige Ausbruch ist die 17. Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Zuletzt war die Virus-Krankheit in dem Land im vergangenen August ausgebrochen, 34 Menschen starben. Der bislang folgenschwerste Ebola-Ausbruch in der DR Kongo ereignete sich zwischen 2018 und 2020. Damals wurden rund 2300 Todesfälle verzeichnet.

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