Das Landgericht im bayerischen Traunstein hat einen 27-Jährigen wegen Untreue mit Millionenschaden zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er in 70 Fällen, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Zudem verurteilte das Gericht den Mann wegen Geldwäsche in Mittäterschaft in 14 Fällen. Der Mann soll einen Wertersatz von 3,4 Millionen Euro zahlen.
Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der 27-Jährige zwischen 2021 und 2025 in einem Fotovoltaikunternehmen gearbeitet und Kundenaufträge abgewickelt hatte. Das Unternehmen, in dem er arbeitete, warb mit Kulanz. In Einzelfällen war es möglich, kostenlose Lieferungen und einzelne Waren kostenlos zu erhalten. Der 27-Jährige hatte die Möglichkeit, das anzuwenden.
Zwischen Mai 2022 und Oktober 2024 überschrieb er den jeweiligen Kundenpreis mit null Euro, obwohl die Kulanzregeln des Unternehmens in diesen Fällen nicht galten. Sein Arbeitgeber ging davon aus, dass die Nullposten richtig waren. Meistens wurden einer Bestellung zu kostenlosen Posten weitere Waren hinzugefügt, die ordnungsgemäß in Rechnung gestellt wurden.
Nach der Auslieferung stellte er den Kunden die im internen System auf null Euro gesetzten Posten im eigenen Namen oder im Namen einer eigens dazu von ihm gegründeten Firma in Rechnung. Preislich lag er dabei unter seinem Arbeitgeber. Die Kunden zahlten ihr Geld somit direkt an den 27-Jährigen statt an das Fotovoltaikunternehmen.
da er befürchtete, dass seine Vorgehensweise bei einer geplanten Systemumstellung nicht mehr funktionieren würde, ließ er größere Warenmengen an die Firma eines gesondert verfolgten Mittäters liefern. Der 27-Jährige stellte keine Rechnung, sondern verkaufte die Ware später weiter. Durch die Taten entstand ein Schaden von mehreren Millionen Euro.
Brennpunkte
Sechseinhalb Jahre Haft für Untreue mit Millionenschaden in Bayern
- AFP - 26. Juni 2026, 14:23 Uhr
Das Landgericht im bayerischen Traunstein hat einen 27-Jährigen wegen Untreue mit Millionenschaden zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er in 70 Fällen, wie ein Gerichtssprecher mitteile.
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