Der Verein Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost darf laut einer Gerichtsentscheidung im Verfassungsschutzbericht 2024 des Bundesinnenministeriums vorläufig weiterhin als "gesichert extremistisch" eingestuft werden. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am Montag laut Mitteilung. Der Verein zeige Bestrebungen, die aus Sicht des Gerichts gegen den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet seien oder auswärtige Belange Deutschlands gefährden könnten.
Der Verein bildet die deutsche Sektion des internationalen Dachverbands European Jews for a Just Peace (EJJP) und ist in Deutschland als gemeinnützig anerkannt. Im Verfassungsschutzbericht 2024 wird der Verein als ein Beispiel für säkularen propalästinensischen Extremismus aufgeführt.
Laut Verfassungsschutz lehnt er in öffentlichen Beiträgen das Existenzrecht Israels ab und verharmlost oder rechtfertigt extremistische Gewalt gegen Israel. Damit bestärke der Verein extremistische Gruppierungen in ihren Gewalttaten.
Gegen diese Einstufung ging der Verein gerichtlich vor und bekam beim Verwaltungsgericht Berlin im Eilverfahren zunächst Recht. Das Oberverwaltungsgericht änderte die Entscheidung nun und lehnte den Erlass einer einstweiligen Anordnung ab. Der Beschluss ist unanfechtbar.
Brennpunkte
Gericht: Verein Jüdische Stimme darf weiter vorläufig als extremistisch eingestuft werden
- AFP - 21. September 2026, 13:28 Uhr
Der Verein Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost darf im Verfassungsschutzbericht des Bundesinnenministeriums vorläufig weiter als 'gesichert extremistisch' eingestuft werden. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg.
Weitere Meldungen
Nach einem tödlichen Angriff auf einen jüdischen Siedler im Westjordanland haben israelische Sicherheitskräfte im Heimatort des Tatverdächtigen nach palästinensischen Angaben
MehrVor dem Landgericht Bremen hat am Montag ein Prozess gegen mutmaßlichen IS-Anhänger wegen Planung einer staatsgefährdenden Gewalttat begonnen. Zum Auftakt wurde die Anklage
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Union warnt davor, sensible Informationen der Sicherheitsbehörden weiter mit Berlin zu teilen. Anlass sind umstrittene Gäste bei einer
MehrTop Meldungen
Der flächendeckende Einbau von intelligenten Stromzählern kommt langsam in Fahrt. Zum Stichtag 30. Juni waren in Deutschland knapp 3,2 Millionen sogenannte Smartmeter eingebaut
MehrDie IG Metall hat an dem von ihr ausgerufenen Automobil-Aktionstag "mangelhafte industriepolitische Rahmenbedingungen" für die Autohersteller auf deutscher und europäischer
MehrStuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Vor der großen Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie fordern die Arbeitgeber die IG Metall auf, sich Verhandlungen über längere
Mehr














