Wegen der Ermordung seiner Ex-Frau ist ein 32-Jähriger vom Landgericht Stuttgart zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Nach Angaben eines Gerichtssprechers wertete die Strafkammer die Tat am Dienstag als Femizid. Der Angeklagte sei im Januar in das Zimmer seiner ehemaligen Partnerin in einem Schwesternwohnheim in Stuttgart eingedrungen und habe diese dort geschlagen und mindestens vier Minuten lang erstickt.
Die Frau starb an den Folgen des Angriffs. Der Mann habe nicht akzeptiert, dass die 31-Jährige ein selbstbestimmtes Leben ohne ihn führte, urteilte das Gericht. Wie aus der Anklage hervorging, war das Paar seit November 2025 verheiratet gewesen. Die Beziehung sei allerdings von Streit, Eifersucht und Misstrauen seitens des Ehemanns geprägt gewesen. Wenige Tage vor der Tat habe sich die Frau getrennt.
Obwohl der Angeklagte vor Gericht die Tat bestritt, konnten Videoaufnahmen und Handydaten nach Auffassung des Gerichts nachweisen, dass er zur Tatzeit vor Ort war. Zudem sei die DNA des Täters am Körper des Opfer nachgewiesen worden. Eine Auswertung des Handys des 32-Jährigen habe zudem ergeben, dass dieser eine Flucht nach Großbritannien geplant hatte.
Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft wurde die Leiche der Frau erst drei Tage nach dem tödlichen Angriff in dem Wohnheim gefunden, als die als Pflegehilfskraft angestellte 31-Jährige nicht mehr an ihrer Arbeitsstelle erschien.
Brennpunkte
Femizid in Stuttgart: Lebenslange Haft für 32-jährigen Ex-Partner
- AFP - 3. November 2026, 14:55 Uhr
Wegen der Ermordung seiner Ex-Frau ist ein 32-Jähriger vom Landgericht Stuttgart zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Nach Angaben eines Gerichtssprechers wertete die Strafkammer die Tat am Dienstag als Femizid.
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