Der Vorsitzende des Außenausschusses im Bundestag, Armin Laschet (CDU), hat nach der Niederlage der US-Republikaner bei der Kongresswahl vor neuen Provokationen durch US-Präsident Donald Trump gewarnt. "Unsere größte Herausforderung ist die Unberechenbarkeit von Präsident Trump", sagte Laschet am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Vielleicht tritt Donald Trump auf der internationalen Bühne sogar noch aggressiver auf, weil er dort Gestalter bleiben kann."
Umso wichtiger sei es, auf Ebene der Parlamente neue außenpolitische Kontakte zu knüpfen, um ein Gegengewicht zu Trump zu setzen. Im neu gewählten US-Kongress gebe es "eine Reihe guter neuer Kollegen", sagte Laschet. "Wir wollen sie kennenlernen und ins Gespräch kommen." Es sei jetzt "notwendig, den parlamentarischen Austausch zu nutzen und zu zeigen, wie wichtig Deutschland und Europa auch für die USA sind".
Der Sieg der Demokraten bei den Kongresswahlen zeige "vor allem, dass die USA eine starke Demokratie sind: Das System von 'check and balances' funktioniert", sagte der CDU-Politiker zu AFP. "Der Kongress wird aber kaum die Außenpolitik von Präsident Trump aktiv verändern können." Europa müsse "in jedem Fall eigenständiger stärker, geschlossener und eigenständiger werden", mahnte Laschet. "Die Bereitschaft der amerikanischen Wähler, für Europas Sicherheit einzustehen, sinkt. Darauf werden sowohl Republikaner als auch Demokraten reagieren."
Politik
Laschet warnt vor aggressiverem Auftreten Trumps - plant Kontakte zu neuem Kongress
- AFP - 4. November 2026, 13:23 Uhr
Außenausschusschef Laschet hat nach der Niederlage der US-Republikaner bei der Kongresswahl vor neuen Provokationen durch US-Präsident Trump gewarnt. 'Unsere größte Herausforderung ist die Unberechenbarkeit von Präsident Trump.'
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