Nach neuen russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur der Ukraine sind hunderttausende Haushalte im Zentrum und im Osten des Landes von der Stromversorgung abgeschnitten. In der zentralen Region Dnipropetrowsk seien 600.000 Menschen ohne Strom, nachdem "ein nächtlicher Angriff wichtige Energieanlagen" beschädigt habe, teilte der Energieversorger DTEK am Sonntag im Onlinedienst Telegram mit. Bei einem weiteren Angriff wurde nach Behördenangaben eine Einrichtung in der Region Charkiw getroffen.
DTEK erklärte weiter, an der Reparatur der Energieanlagen werde gearbeitet, die Aufgabe werde aber durch "wiederholte Angriffe erschwert".
Der Bürgermeister von Slatopil in der Region Charkiw, Mykola Bakschejew, teilte in Onlinediensten mit, in der Stadt seien fast 250.000 Menschen seien ohne Strom. Es sei trotz Reparaturarbeiten noch nicht klar, wann die Versorgung wieder hergestellt werden könne.
Erst am Samstag hatten massive russische Luftangriffe auf Energieanlagen nach ukrainischen Regierungsangaben in fünf Regionen des Landes Stromausfälle ausgelöst und die Versorgung der Hauptstadt Kiew schwer beeinträchtigt. In der Hauptstadt Kiew war laut Bürgermeister Vitali Klitschko auch die Wasser- und Fernwärmeversorgung beeinträchtigt.
Ungeachtet diplomatischer Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs setzt Moskau seine Attacken auf die ukrainische Energieversorgung fort. Dadurch kam es bereits wiederholt zu Strom- und Heizungsausfällen. Wegen dieser Angriffe befürchtet die Ukraine einen weiteren schwierigen Kriegswinter. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Moskau vor, mit den Angriffen den Druck vor für kommende Woche geplanten Gesprächen in Abu Dhabi erhöhen zu wollen.
Brennpunkte
Neue russische Angriffe auf ukrainische Energieversorgung - Hunderttausende ohne Strom
- AFP - 8. November 2026, 11:16 Uhr
Nach neuen russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur der Ukraine sind hunderttausende Haushalte im Zentrum und im Osten des Landes von der Stromversorgung abgeschnitten. Allein in der zentralen Region Dnipropetrowsk sind 600.000 Menschen betroffen.
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