Technologie

SPD macht ernst mit Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige

  • dts - 15. Februar 2026, 23:51 Uhr
Bild vergrößern: SPD macht ernst mit Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige
Frau mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil unterstützt Forderungen aus der SPD-Bundestagsfraktion, die Social-Media-Nutzung für Kinder unter 14 Jahren vollständig zu verbieten.

"Wir kommen an klaren Regeln und Einschränkungen, wie sie der SPD-Vorschlag unterbreitet, nicht mehr vorbei", sagte Klingbeil dem "Spiegel". "Der Schutz junger Menschen vor der Flut an Hass und Gewalt in sozialen Medien hat oberste Priorität."

Derzeit richteten Plattformen ihre Geschäftsmodelle systematisch auf maximale Aufmerksamkeit, Polarisierung und Datennutzung aus und ließen dabei insbesondere Kinder und Jugendliche viel zu oft schutzlos zurück, kritisierte der Vizekanzler. Er forderte Betreiber auf, Nutzer besser zu schützen. "Wer in Europa Geschäfte macht, trägt Verantwortung für die Sicherheit junger Menschen genauso wie für den Schutz Erwachsener", sagte Klingbeil. "Plattformen müssen den Menschen dienen, die sie nutzen - nicht umgekehrt."

Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag hatte am Sonntag in einem Positionspapier nach Alter abgestufte Regelungen für die Nutzung von Social-Media Plattformen gefordert, wie das ARD-Hauptstadtstudio berichtete. Demnach wollen die Abgeordneten Anbieter verpflichten, die Nutzung ihrer Plattformen für Kinder unter 14 Jahren "technisch wirksam" zu unterbinden. Für Jugendliche bis 16 Jahre sollen die Betreiber eine verpflichtende Jugendversion einführen - ohne algorithmisch gesteuerten Feeds und Empfehlungen und ohne personalisierte Ausspielung von Inhalten. Auch Funktionen wie Endlos-Scrollen, automatisches Abspielen von Inhalten, Push-Benachrichtigungen oder Gamifizierung sollen nach Vorstellung der SPD für diese Altersgruppe nicht erlaubt sein. Bei Verstößen soll es Strafen geben.

Weitere Meldungen

Etwas mehr Erwerbstätige arbeiten im Homeoffice

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im Jahr 2025 haben 25 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland zumindest gelegentlich im Homeoffice gearbeitet. Wie das Statistische

Mehr
Google umgeht vorerst Milliardenstrafe der EU

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die EU-Kommission verzögert die erste Strafe gegen Google unter dem Digital Markets Act (DMA). Das berichtet das "Handelsblatt"

Mehr
Umfrage zeigt steigende App-Nutzung auf Smartphones

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Auf deutschen Smartphones sind im Durchschnitt 46 Apps zusätzlich zu den vorinstallierten Anwendungen installiert. Das ergab eine Umfrage des

Mehr

Top Meldungen

Flughafen-Verband fordert "Tankrabatt für Airlines"

Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Flughafen-Verband ADV drängt die Bundesregierung angesichts des stark gestiegenen Öl-Preises und der wachsenden Sorgen um die

Mehr
Umweltminister lehnt Reiches Stromnetz-Pläne ab

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In der Bundesregierung bahnt sich Streit um die Stromnetz-Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) an. "Ich sehe noch erheblichen

Mehr
Bundesregierung kappt Konjunkturprognose

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr wie erwartet deutlich nach unten korrigiert. Laut der am Mittwoch von

Mehr