Gesundheit

WHO genehmigt klinische Studien für zwei neue Ebola-Impfstoffe

  • AFP - 4. November 2026, 18:56 Uhr
Bild vergrößern: WHO genehmigt klinische Studien für zwei neue Ebola-Impfstoffe
Gesundheitskräfte in der Zentralafrikanischen Republik
Bild: AFP

Inmitten der Ebola-Epidemie in der DR Kongo hat die WHO klinische Studien für zwei neue Impfstoffe genehmigt. Die beiden Impfstoffe wurden speziell für die derzeit grassierende Ebola-Variante Bundibugyo entwickelt.

Inmitten der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) klinische Studien für zwei neue Impfstoffe genehmigt. Die beiden Vakzine seien speziell für die derzeit grassierende Ebola-Variante Bundibugyo entwickelt worden, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch mit. Der Impfstoff ChAdOx1 BDBV wurde von der Universität Oxford mit dem Serum Institute of India entwickelt, der Stoff namens mRNA-1469 vom Pharmakonzern Moderna.

Bislang war lediglich eine Studie mit dem Impfstoff Ervebo gestartet worden. Es ist jedoch nur für den Zaire-Stamm des Ebola-Virus nachgewiesen, dass Ervebo sicher und wirksam ist.

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo war Mitte Mai offiziell festgestellt worden. Nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC wurden bei dem Ebola-Ausbruch in Afrika insgesamt etwa 10.400 Infektionen und mehr als 5300 Todesfälle registriert. Die überwiegende Mehrheit der Todesfälle entfiel auf die Demokratische Republik Kongo.

Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen. Die Krankheit führt zu Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall bis hin zu inneren Blutungen und Organversagen. In den vergangenen 50 Jahren starben auf dem afrikanischen Kontinent mehr als 15.000 Menschen an Ebola.

Verursacht wird die aktuelle Epidemie von der Ebola-Variante Bundibugyo. Anders als gegen die sogenannte Zaire-Variante gibt es dagegen bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine zugelassene Behandlung. Mehrere Mittel befinden sich in der Erprobung.

Weitere Meldungen

Kopfschmerzen: Häufige Fehldiagnosen wegen Geschlechterklischees

Kopfschmerzen werden aufgrund von Geschlechterklischees häufig falsch diagnostiziert. So wird Migräne bei Männern oft nicht erkannt, weil diese als typische Frauenkrankheit

Mehr
WHO warnt vor Gesundheitsrisiken durch mangelnde Bewegung unter Jugendlichen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor Gesundheitsrisiken durch mangelnde Bewegung unter Jugendlichen gewarnt. Einer von vier Jugendlichen im Alter von elf bis 17 Jahren

Mehr
Flughafenmalaria in Frankfurt am Main: Genanalysen deuten auf Mücken aus Westafrika

Die teils tödlich verlaufenen Fälle von sogenannter Flughafenmalaria in Frankfurt am Main im Sommer sind mutmaßlich durch drei unabhängig voneinander aus Westafrika

Mehr

Top Meldungen

Umfrage: Mehr als jedes zweite Unternehmen hat Homeoffice seit Corona reduziert

Mehr als jedes zweite Unternehmen in Deutschland hat einer Umfrage zufolge das Arbeiten von zu Hause seit der Corona-Pandemie eingeschränkt. 39 Prozent der befragten Unternehmen

Mehr
Bund zahlt fünf Milliarden Euro mehr für BA

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erhält wegen steigender Ausgaben für das Arbeitslosengeld ein zusätzliches Darlehen des Bundes von 5,05

Mehr
Betreiber von Nord Stream 2 scheitert endgültig mit Klage gegen europäische Regeln

Die Betreibergesellschaft für die Gaspipeline Nord Stream 2 ist endgültig mit einer Klage gegen die europäischen Regeln über Gasleitungen gescheitert. Der Europäische

Mehr