Politik

Grundsatzeinigung zu Einstieg des Bundes beim Panzerbauer KNDS

  • AFP - 5. November 2026, 14:47 Uhr
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Leopard-2-Kampfpanzer
Bild: AFP

Der geplante Einstieg des Bundes beim Panzerbauer KNDS kommt voran: Die Bundesregierung hat mit der deutschen Eigentümerfamilie Wegmann eine Grundsatzeinigung zur Übernahme von 50 Prozent der Anteile an dem Unternehmen erzielt.

Der geplante Einstieg des Bundes beim Panzerbauer KNDS kommt voran: Die Bundesregierung hat mit der deutschen Eigentümerfamilie Wegmann "eine grundsätzliche Einigung" zur Übernahme von 50 Prozent der Anteile an dem Unternehmen erzielt, wie es am Donnerstag aus Regierungskreisen in Berlin hieß. Berlin wolle damit bei dem Rüstungsunternehmen "auf Augenhöhe mit Frankreich" stehen, das schon bisher die andere Hälfte der Anteile an KNDS hält. 

Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet, dass sich die Bundesregierung mit Wegmann auf den Erwerb von 50 Prozent der KNDS-Anteile verständigt habe. Ein Kaufvertrag sollte demnach noch im November unterzeichnet werden, im Dezember solle der Verkauf vollzogen werden. Aus Regierungskreisen hieß es auf AFP-Anfrage, aus Gründen der Vertraulichkeit könnten keine Details genannt werden. Die Gespräche mit der Eigentümer-Familie seien aber "auf einem gutem Weg".

KNDS baut unter anderem den deutschen Kampfpanzer Leopard 2. Aktuell halten der französische Staat und die deutsche Eigentümerfamilie Wegmann jeweils 50 Prozent an KNDS. Ein ursprünglich geplanter Börsengang von KNDS wird wegen des verschlechterten Marktumfelds für Rüstungsaktien nicht weiter verfolgt. Übernimmt der Bund nun die 50 Prozent der Wegmann-Familie, befände sich KNDS vorerst vollständig in Staatsbesitz.

Durch den Börsengang sollte Deutschland ursprünglich einen Anteil von 40 Prozent übernehmen, der französische Anteil sollte gleichzeitig auf 40 Prozent sinken. Die übrigen 20 Prozent der Anteile sollten an der Börse verkauft werden. 

Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte auf AFP-Anfrage, der beabsichtigte Einstieg des Bundes bei KNDS sei eine wichtige Entscheidung in einer Zeit, in der sich die Sicherheitslage in Europa stark verändere. KNDS habe für die Sicherheitsinteressen Deutschlands große Bedeutung.

Zum Schutz "der verteidigungsindustriellen Schlüsseltechnologie im gepanzerten Fahrzeugbau" habe die Bundesregierung daher ein Interesse, "der Familie ihre Anteile abzukaufen, um einen dominierenden Einfluss Dritter über die KNDS Deutschland und den damit ggf. einhergehenden Verlust von Schlüsseltechnologien zu verhindern".

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