Politik

Doppelter Sullivan bei Senatswahl in Alaska: Trump mischt sich in Auszählung ein

  • AFP - 5. November 2026, 15:59 Uhr
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Der republikanische Senator Dan Sullivan in Anchorage
Bild: AFP

Zwei Tage nach den Kongresswahlen in den USA hat sich Präsident Donald Trump in die laufende Auszählung um einen umkämpften Senatsposten in Alaska eingemischt. Der Republikaner Dan Sullivan müsse die Stimmen eines gleichnamigen Kandidaten erhalten.

Zwei Tage nach den Kongresswahlen in den USA hat sich Präsident Donald Trump in die laufende Auszählung um einen umkämpften Senatsposten in Alaska eingemischt. Dem republikanischen Amtsinhaber Dan Sullivan sollten die Stimmen eines gleichnamigen Kandidaten zugeschlagen werden, forderte Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dann würde der Republikaner "leicht gewinnen".

Der Präsident warf den Demokraten erneut vor, hinter der Kandidatur des "falschen" Sullivan zu stecken. Bereits vor den Zwischenwahlen hatte er den Demokraten "Wählertäuschung" vorgeworfen, um einen Sieg ihrer Senatskandidatin Mary Peltola zu ermöglichen. Der Republikaner Sullivan hatte am Wahltag am Dienstag von dem "größten Wahlbetrugsskandal in der Geschichte des Bundesstaates Alaska" gesprochen.

Nach Angaben von US-Medien lag Peltola nach Auszählung von rund 75 Prozent der Stimmen knapp vor dem Amtsinhaber Sullivan. Sie kam demnach auf 48,2 Prozent der Stimmen, Sullivan auf 47,9 Prozent. Sein Namensvetter Daniel J. Sullivan lag mit nur 1,7 Prozent abgeschlagen hinten.

Die "New York Times" hatte kurz vor der Wahl berichtet, Mitarbeiter der Demokraten hätten gezielt nach gleichnamigen Kandidaten gesucht, um dem republikanischen Senator Stimmen abzujagen. Dazu gehöre der pensionierte Lehrer Daniel J. Sullivan aus einem abgelegenen Fischerdorf, der als Politiker bisher nicht aufgetreten war. Die Demokratin Peltola wies die Vorwürfe zurück.

Trump hatte versucht, den Ausgang der Senatswahl in Alaska im Fall einer knappen Niederlage des republikanischen Kandidaten juristisch zu blockieren. Dies wurde von einem Bundesgericht kurz vor der Wahl jedoch zurückgewiesen.

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